Land und Leute

Die Gründung der ostfriesischen Fehne fällt in die Zeit von 1633 bis 1829. Das erste und älteste ist das Großefehn, gegründet im Jahre 1633 von den vier Emdener Bürgern Claas Berends, Simon Thebes, Cornelius de Rekener und Gerd Lammers.

Menschen begannen, die weiten Moorlandschaften Norddeutschlands nutzbar zu machen. Sie legten Kanäle an, um das Moor zu entwässern und bewohnbar zu machen – ein mühsamer Prozess, der das Leben dort über Generationen prägte.

Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stand die Torfgewinnung. Torf war damals ein begehrter Brennstoff und damit eine wertvolle Einnahmequelle. Ganze Familien arbeiteten im Moor, stachen Torfziegel und lagerten sie zum Trocknen. Anschließend wurde der Torf mit speziellen Torfschiffen über die Kanäle transportiert. Diese Schiffe waren nicht nur ein praktisches Transportmittel, sondern trugen auch dazu bei, die Binnen- und später sogar die Seeschifffahrt zu beleben. So entstanden Handelswege, die den wirtschaftlichen Aufstieg der Fehngebiete entscheidend förderten.